Antifa Oberhausen http://antifaob.blogsport.de Antifaschistische Gruppe est. 2011 Mon, 25 Sep 2017 12:14:39 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Sponti zur Bundestagswahl http://antifaob.blogsport.de/2017/09/25/sponti-zur-bundestagswahl/ http://antifaob.blogsport.de/2017/09/25/sponti-zur-bundestagswahl/#comments Mon, 25 Sep 2017 12:10:25 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/09/25/sponti-zur-bundestagswahl/ Gestern fanden sich in Oberhausen spontan circa 50 Antifaschist*innen zusammen um ihren Unmut über den Ausgang der Bundestagswahl in Form einer Spontandemonstration zum Rathaus Ausdruck zu verleihen. Das zwar erwartbar aber dennoch erschreckend hohe AfD-Ergebnis sowie die sich abzeichnenden Folgen und den fortgesetzten gesellschaftlichen und parlamentarischen Rechtsrucks nahmen wir kämpferisch und werden gerade die nächsten Jahre demgemäß politische Stärke zeigen und entwickeln müssen.

Nationalismus ist keine Alternative!

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Antifa-Camp (nicht nur) für NRW und Rheinland-Pfalz http://antifaob.blogsport.de/2017/06/04/antifa-camp-nicht-nur-fuer-nrw-und-rheinland-pfalz/ http://antifaob.blogsport.de/2017/06/04/antifa-camp-nicht-nur-fuer-nrw-und-rheinland-pfalz/#comments Sun, 04 Jun 2017 09:55:47 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/06/04/antifa-camp-nicht-nur-fuer-nrw-und-rheinland-pfalz/ Antifacamp Rheinland - Header

In Zeiten des stetigen gesellschaftlichen Rechtsrucks ist eine antifaschistische Bewegung nötiger denn je. Wir wollen einen Ort schaffen, an dem diese zusammenkommen kann und laden euch deshalb zum Antifa-Camp im Rheinland ein.

Wir, das sind Antifaschist_innen aus Gruppen in diversen Klein- und Großstädten in NRW und Rheinland-Pfalz. Abseits des Alltags wollen wir uns gemeinsam mit euch Zeit nehmen für Debatten und eine Vernetzung untereinander.

Über vier Tage (Donnerstag bis Sonntag) bieten wir euch Vorträge, Workshops, Diskussionen, Vernetzung, Kultur und natürlich viel Zeit zum Austauschen und einander Kennenlernen. Wir richten uns sowohl an unorganisierte Interessierte ohne Vorerfahrung als auch an Menschen, die schon seit Jahren antifaschistisch aktiv und organisiert sind. Die Vermittlung von Grundkenntnissen (Antifa-Basics) werden ebenso Teil des Programms sein wie Angebote zur inhaltlichen Vertiefung, Diskussionen zu aktuellen Themen und Aktionstrainings für den Widerstand auf der Straße.

Wir freuen uns auf vier spannende Tage mit euch!

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Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Erinnerung an Auschwitz http://antifaob.blogsport.de/2017/05/05/geschichte-gegenwart-und-zukunft-der-erinnerung-an-auschwitz-zwischen-ritualisierung-sinnstiftung-und-kritischer-auseinandersetzung/ http://antifaob.blogsport.de/2017/05/05/geschichte-gegenwart-und-zukunft-der-erinnerung-an-auschwitz-zwischen-ritualisierung-sinnstiftung-und-kritischer-auseinandersetzung/#comments Fri, 05 May 2017 10:32:59 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/05/05/geschichte-gegenwart-und-zukunft-der-erinnerung-an-auschwitz-zwischen-ritualisierung-sinnstiftung-und-kritischer-auseinandersetzung/
Vortragsveranstaltung
Referent: Michael Sturm (Historiker, Münster)
17.05.17 um 19:00 Uhr im druckluft

Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Erinnerung an Auschwitz

Zwischen Ritualisierung, Sinnstiftung und kritischer Auseinandersetzung

Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz gilt als Synonym für die präzedenzlosen Verbrechen des Nationalsozialismus. In der deutschen Erinnerungskultur, aber auch in europäischen und globalen erinnerungskulturellen Diskursen kommt „Auschwitz“ somit eine zentrale Bedeutung zu. Die politischen und moralischen Ansprüche und Projektionen, die sich an das Gedenken an Auschwitz knüpfen, waren und sind jedoch höchst unterschiedlich. In der Bundesrepublik wie auch in der DDR spielte das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager in den jeweils hegemonialen Geschichtskulturen bis in die 1960er Jahre eine untergeordnete Rolle. „Auschwitz ist ein Ort in Polen“ lautete etwa eine gängige Formel in der Bundesrepublik, die in Zeiten des Kalten Krieges gesellschaftlich weit verbreitete Schuldabwehr, Ignoranz und Verdrängung beispielhaft zum Ausdruck brachte. Mittlerweile gilt das Gedenken an Auschwitz jedoch als Teil der deutschen „Staatsraison“. Aber auch in europäischen und globalen Kontexten wird der Verweis auf „Auschwitz“ zu Legitimierung oder Delegitimierung gegenwartsbezogener politischer Absichten genutzt. In dem Vortrag sollen die Entwicklungen und die Funktionen der unterschiedlichen erinnerungskulturellen Diskurse um Auschwitz nachgezeichnet werden. Diskutiert werden soll aber auch, weshalb die Erinnerungskulturen vor allem auf Auschwitz fokussiert sind, andere Schauplätze der nationalsozialistischen Verbrechen, wie beispielsweise die Vernichtungslager der Aktion Reinhardt, Belzec, Sobibor und Treblinka, im öffentlichen Bewusstsein weitaus weniger präsent sind.

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Samstag gemeinsam auf nach Köln: AfD-Bundesparteitag zum Desaster machen http://antifaob.blogsport.de/2017/04/19/auf-nach-koeln-afd-bundesparteitag-zum-disaster-machen-gemeinsamer-anreisetreffpunkt/ http://antifaob.blogsport.de/2017/04/19/auf-nach-koeln-afd-bundesparteitag-zum-disaster-machen-gemeinsamer-anreisetreffpunkt/#comments Wed, 19 Apr 2017 14:26:06 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/04/19/auf-nach-koeln-afd-bundesparteitag-zum-disaster-machen-gemeinsamer-anreisetreffpunkt/ Liebe Freund*innen,
liebe Genoss*innen,

im Rahmen der Kampagnen Solidarität statt Hetze und Nationalismus ist keine Alternative (NIKA) rufen bundesweit antirassistische Initiativen dazu auf, gemeinsam den Bundesparteitag der AfD am kommenden Samstag und Sonntag in Köln zu blockieren. Gemeinsam mit vielen anderen Antirassist*innen werden auch wir uns an diesen Protesten beteiligen und laden euch ein, mitzukommen und euch ebenfalls zu beteiligen. Es wird eine gemeinsame Anreise aus Oberhausen geben. Diese bietet den Vorteil, dass niemand alleine durch Köln irren muss. Nicht nur kurz vor der LTW in NRW gilt es, ein deutliches und entschlossenes Zeichen gegen den gesellschaftlichen Rechtsruck und die stetige Verschiebung des sagbaren zu setzen. Gemeinsam werden wir, mithilfe friedlicher und entschlossener Massenblockaden, den AfD Bundesparteitag blockieren.

Samstag 5:30 Uhr – Oberhausen HBF Hintereingang

Weitere Informationen zu den aktuellen Planungsständen bekommt ihr z.B. bei

noafd-koeln.org

Wir würden uns freuen, wenn ihr diese Information auch an weitere potentiell interessierte Oberhausener*innen in eurem Bekanntenkreis und über eure Verteiler weiterleitet und natürlich zahlreich am Samstag mit uns auf die Straße geht!

Wir sehen uns auf der Straße!

Antifaschistische Grüße,
Antifa Oberhausen
(organisiert in NIKA NRW)

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REC.Rechts: Neuer Melder für Rechte Aktivitäten in Oberhausen und Umgebung http://antifaob.blogsport.de/2017/03/29/rec-rechts-neuer-melder-fuer-rechte-aktivitaeten-in-oberhausen-und-umgebung/ http://antifaob.blogsport.de/2017/03/29/rec-rechts-neuer-melder-fuer-rechte-aktivitaeten-in-oberhausen-und-umgebung/#comments Wed, 29 Mar 2017 13:25:22 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/03/29/rec-rechts-neuer-melder-fuer-rechte-aktivitaeten-in-oberhausen-und-umgebung/

Meldet Rechte Aktivitäten

Heute eröffnen wir die Kampagne REC.Rechts – Meldet Rechte Aktivitäten“. Damit schaffen wir eine Kontakt- und Sammeladresse, über welche Informationen über Aktivitäten der extremen Rechten gemeldet werden können und an die sich Betroffene von rechter und rassistischer Gewalt vertraulich wenden können. Diese Informationen sind enorm wichtig für eine effektive und solidarische antifaschistische Arbeit und ihr als Hinweisgeber*innen könnt uns dabei helfen rechte Freiräume einzudämmen. Mit diesem neuen Melder für Oberhausen und Umgebung wollen wir dazu beitragen rechte Organisierung und Gewalt wirkungsvoller bekämpfen zu können und Betroffene zu unterstützen. Ihr erreicht uns zu diesem Zweck unter der Kampagnenadresse: rec.rechts@riseup.net (hier der PGP-Schlüssel).

Nur das Wissen über die Zustände, kann diese verändern

Nazis und anderen Akteur*innen der extremen, Neuen und populistischen Rechten ist – in unterschiedlichen Abstufungen – gemeinsam, dass sie menschenverachtende Ungleichheitsideen (in Wort und Tat) vertreten, Gewalt ausüben und diese begünstigen.
All‘ diese Umtriebe setzen Bewegungsfreiheiten voraus, die zusammen genommen rechte Freiräume bilden. Diese können durch antirassistisches und antifaschistisches Engagement entscheidend eingeschränkt werden und der Ausweitung von Hasspropaganda, gesellschaftlichem Rückschritt und der Rekrutierung von politisch ungefestigten oder unzufriedenen wirksam entgegengewirkt werden.

REC.Rechts
Vor diesem Hintergrund haben wir REC.Rechts entwickelt, einen Melder, der rechte Umtriebe dokumentiert (Record), aufarbeitet, veröffentlicht und die daraus gezogenen Recherche-Ergebnisse in antifaschistische Arbeit einfließen lässt.
Hilf uns mit deinen (Er-)Kenntnissen die (extreme) Rechte in Oberhausen und Umgebung im Blick zu behalten und wirksame Gegenaktivitäten zu entwickeln: Melde dich bei uns, jede noch so kleine oder unbedeutend wirkende Information könnte ein nützliches Mosaik-Stück zur Vervollständigung des Gesamtbildes sein – du erreichst uns unter der Mailadresse rec.rechts@riseup.net Den PGP-Schlüssel für empfehlenswerte verschlüsselte Kommunikation findest du hier.

Euer Wissen gegen ihre Freiräume
Rechte Freiräume leben von Unwidersprochenheit, brauchen Anonymität und bedürfen der Abschirmung nach außen. Das Wissen über begangene Aktionen, Namen und Zusammenhänge, hilft brauchbare Gegenaktionen zu entwickeln, Öffentlichkeitsarbeit mit stichhaltiger Beweisführung aufzubringen und extrem rechten Einflussnahmen zielgerichtet und vollumfänglich begegnen zu können.

Stress mit Nazis? Wir unterstützen euch!
Mit Betroffenen von neonazistischer Gewalt und rassistischen Übergriffen nehmen wir gerne Kontakt auf und versuchen euch nach Kräften bedarfs- und bedürfnisgerecht zu unterstützten und ggf. weitere Hilfestellung zu vermitteln. Wir können dir z. B. möglicherweise bei der Identifikation der Täter*innen helfen, Anwält*innen vermitteln, bei der Verarbeitung der gemachten Erlebnisse unterstützen und gemeinsam mögliche nächste Schritte planen. Wir behandeln die an uns heran getragenen Informationen vertraulich und auf Wunsch anonym.
Du bist nicht alleine, Du musst nichts herunter schlucken und Du kannst auf die Soli-darität Vieler vertrauen. Nur den ersten Schritt gehst Du alleine: Melde dich bei uns.

Euer Wissen gegen ihren Erfolg

Unser Rec.Rechts-Kampagnenmaterial

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Protestnote: Schule mit Rassismus? – Die AfD ist kein demokratischer Gesprächspartner http://antifaob.blogsport.de/2017/03/11/protestnote-schule-mit-rassismus-die-afd-ist-kein-demokratischer-gespraechspartner/ http://antifaob.blogsport.de/2017/03/11/protestnote-schule-mit-rassismus-die-afd-ist-kein-demokratischer-gespraechspartner/#comments Sat, 11 Mar 2017 14:52:45 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/03/11/protestnote-schule-mit-rassismus-die-afd-ist-kein-demokratischer-gespraechspartner/ Wir dokumentieren hier öffentlich unsere Protestnote gegenüber der Beteiligung der AfD an einer Podiumsdiskussion am 09.03.2017 am Bertha-von-Suttner-Gymnasium (Oberhausen).

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,
Sehr geehrter Herr Von Tettau und sehr geehrter Herr Gohe,
lieber Paul S. und andere Angehörige der SV,
liebe Bertha Antifa-AG,

wir mussten erschrocken zur Kenntnis nehmen, dass an eurer und Ihrer Schule am 09.03. eine Podiumsdiskussion zum Thema Landtagswahl abgehalten wurde, zu der – als vermeintlich „normale“ Partei unter anderen – auch ein Oberhausener Vertreter (Wolfgang Kempkes) der „Alternative für Deutschland“ (AfD) teilgenommen hat.
Der Höcke-Sympathisant Wolfgang Kempkes, Vorstands-Vortänzer des Oberhausener AfD-Kreisverbandes, gehört innerhalb NRWs zum rechten Flügel der Partei. In der Vergangenheit fiel er insbesondere durch Geflüchtetenfeindlichkeit, antimuslimischen Rassismus und antifeministische Hetze auf.

Wir sprechen uns entschieden gegen die Aufnahme von Gesprächen mit der AfD aus. Die AfD forciert einen aggressiven Rechtspopulismus über welchen sie im Kern jeder Argumentation menschenverachtende Inhalte, etwa in Gestalt von Rassismus, Sexismus oder völkischem Nationalismus, verbreitet. Schon dieser Umstand schafft Unvereinbarkeiten mit einer sachlich geführten Debatte auf dem Boden von Gleichheitsgrundsätzen und Meinungsfreiheit sowie dem Veranstaltungsort einer öffentlichen Schule unter staatlicher Aufsicht.
Als solche hat das Bertha-von-Suttner-Gymnasium eine pädagogische Verantwortung und folgt einem demokratischen Bildungsauftrag, den man möglicherweise pointiert zusammenfassen könnte mit: Rassismus gehört auf den Lehrplan, nicht aufs Podium. Inwiefern also eine rassistische Sicht auf Gesellschaft und derart gestaltete „Lösungsangebote“ von Grenzen zu über Islamgefahr/Kopftuchverbot bis Schießbefehl dem „Miteinander leben“ dienen, dem Ort Schule gerecht werden, oder zu einer „Förderung des politisch-historischen und des Gegenwartsbewusstseins“ beitragen kann, wie schließlich ein Teil des selbst-gegebenen Fundamentes des Schulprogramms vom Bertha-von-Suttner-Gymnasiums besagt, wird uns nicht ersichtlich.

Das Bertha als Träger der „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“-Plakette, als Schule mit offenbar 30 Jahre bestehender Antifa-AG (welche zuletzt z. B. sogar mehrere Stellwände zu den Themen Rechtspopulismus und AfD erstellt hat, welche im Foyer ausgestellt wurden), einer engen Zusammenarbeit etwa mit der Gedenkhalle Oberhausen, die aktive Beteiligung an den Stolpersteinverlegungen, Rock-gegen-Rechts-Konzerte und einigem weiteren offenem Engagement gegen Rassismus und rechte Gesinnung, hat mit dieser Entscheidung, in unseren Augen, kein rühmliches und ein widersprüchliches Licht auf sich geworfen.
Wer einander mit „Achtung, Anerkennung, Toleranz und Rücksicht“ begegnen will und auf einen vorgeblich „freundlichen und respektvollen“ Umgang „ohne sprachliche und körperliche Gewalt“ (aus Ihrem Schulvertrag) setzt, kann und darf nicht dem parlamentarischen Rückgrat des gesellschaftlichen Rechtsrucks und der Partei der geistigen Brandstiftung willfährig ein Agitations- und Propagandaforum bieten. Wir würden uns freuen, wenn insbesondere über diesen Widerspruch auf der nächsten SV-Sitzung und Lehrerkonferenz gesprochen würde.

Zur Strategie der AfD gehört weiterhin mittels gezielter Provokation mediale Aufmerksamkeit zu generieren, sodann Dementi verlautbaren zu lassen aber das damit einhergehende Ziel trotzdem zu erreichen: Stichwortvorgabe im Diskurs und Verschiebung der Sagbarkeitsgrenzen nach rechts. Der Erfolg dieses Vorgehens wird verstärkt durch die voranschreitende Inszenierung der AfD als „kleine Volkspartei“ in der sog. Mitte der Gesellschaft. Dazu gehören etwa Zeitungs-Interviews mit AfD-Funktionär*innen, ein großer Sprechanteil in Polittalkshows oder eben die Teilnahme am kommunalen politischen Austausch, wie bei einer Podiumsdiskussion.

Mit dieser Entscheidung habt ihr und haben Sie der AfD ein Stück Boden geschenkt, den sie nutzen kann sich darin weiter zu verankern und ihre Machtbasis dementsprechend auszubauen.

In der Hoffnung auf Einsicht in die von uns vorgetragenen Argumente, verbleiben wir dabei, euch nicht entmutigen zu wollen in eurem SV-Engagement, die AfD-Beteiligung an der Podiumsdiskussion jedoch scharf zu verurteilen.

Antifa Oberhausen

AfD - Menschenverachtung ist keine Alternative!

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Aufruf zum Protest gegen die Wahlveranstaltung der AfD in Essen am 25./26. Februar http://antifaob.blogsport.de/2017/02/21/aufruf-zum-protest-gegen-die-wahlveranstaltung-der-afd-in-essen-am-25-26-februar/ http://antifaob.blogsport.de/2017/02/21/aufruf-zum-protest-gegen-die-wahlveranstaltung-der-afd-in-essen-am-25-26-februar/#comments Tue, 21 Feb 2017 01:40:46 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/02/21/aufruf-zum-protest-gegen-die-wahlveranstaltung-der-afd-in-essen-am-25-26-februar/ *** Achtung: Änderung des Treffpunkts für die gemeinsame Anreise: Nun 7:30 Uhr / Ob Hbf ***

Am 29. Januar setzten 1500 Menschen unter dem Banner „Nationalismus ist keine Alternative – die befreite Gesellschaft schon“ mit einer lautstarken und kämpferischen Demonstration ein deutliches Zeichen gegen den Landesparteitag der NRW-AfD in der Luise-Albertz-Halle in Oberhausen. Weitere 1000 Menschen taten ihre Ablehnung gegen die rassistischen und sozialchauvinistischen Positionen der AfD im Rahmen der Kundgebung des „Antifaschistischen Bündnis Oberhausen“ direkt vor dem Tagungsort kund.

Für das kommende Wochenende hat die AfD-NRW sich im Saal „Europa“ der Messehalle Essen für eine Landeswahlversammlung eingemietet. Das Essener Bündnis „Essen stellt sich quer“ und die Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative NRW“ rufen zum Protest gegen die dort zu erwartende rassistische Hetze auf. Als Oberhausener und einer der in der NIKA-Kampagne organisierten Gruppen unterstützen wir diesen Aufruf und bieten eine gemeinsame Anreise zum Gegenprotest nach Essen an.

Alle Oberhausener Antirassist*innen sind aufgefordert, gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen den Rechtsruck zu setzen und die Aktiven in Essen zu unterstützen.

Treffpunkt ist am Samstag, 25.02.2017 um 7:30 Uhr (geändert) am Hinterausgang des Oberhausener HBF.

Schon jetzt mobilisieren wir darüber hinaus zur Teilnahme an den verschiedenen geplanten Aktionen gegen den Bundesparteitag der AfD am 22. April im Maritim-Hotel in Köln. Entsprechende Informationen zur gemeinsamen Anreise für Antirassist*innen aus Oberhausen werden wir zu gegebener Zeit veröffentlichen.

Nationalismus, Sexismus und rassistische Hetze sind keine Alternativen und können keine Antworten auf die aktuellen politischen Diskurse geben. Schluss mit der rassistischen Stimmungsmache. Solidarität statt Hetze.

Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Weiterverbreitung an potentiell interessierte,
Antifa Oberhausen für NIKA-NRW

Sexismus und Maskulinismus sind keine Alternative!

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Hayir zum Präsidialsystem! http://antifaob.blogsport.de/2017/02/17/hayir-zum-praesidialsystem/ http://antifaob.blogsport.de/2017/02/17/hayir-zum-praesidialsystem/#comments Fri, 17 Feb 2017 10:53:31 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/02/17/hayir-zum-praesidialsystem/ Am morgigen Samstag kommt der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim nach Oberhausen, um für das geplante Referendum zu werben, mit dem die Türkei endgültig zum Präsidentialsystem gemacht werden soll.

Verschiedene linke Gruppen rufen zu einer Gegendemo auf, die um 11.00 Uhr am Oberhausener Hauptbahnhof startet.

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Wadim – Der Film http://antifaob.blogsport.de/2017/02/15/wadim-der-film/ http://antifaob.blogsport.de/2017/02/15/wadim-der-film/#comments Wed, 15 Feb 2017 10:27:01 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/02/15/wadim-der-film/
Wadim K. ist in Deutschland aufgewachsen, zur Schule, zum Sport und in die Ministrantengruppe gegangen. Er sprach deutsch, er hatte deutsche Freunde, er fühlte sich als Deutscher. Doch einen deutschen Pass hat Wadim nie erhalten, weil er mit seiner Familie 1992 als Flüchtling nach Hamburg kam.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion fühlen sich Wadims russischstämmige Eltern in Lettland nicht mehr sicher. Doch in Deutschland wird ihr Asylantrag abgelehnt. Es folgen 13 Jahre zwischen Duldungen, Arbeitsverbot und Sammelunterkünften. Die Eltern brechen unter dem Druck zusammen, erkranken an schweren Depressionen. Die Kinder sind mehr und mehr auf sich gestellt.

2005 versucht die Ausländerbehörde die Familie abzuschieben. Der nächtliche Einsatz endet im Desaster: Die Mutter schneidet sich die Pulsadern auf, der Vater landet in der Untersuchungshaft. Wadim wird mit 18 Jahren allein nach Lettland abgeschoben – in ein Land, an das er sich kaum erinnern kann. Fünf Jahre lang sucht er ein neues Zuhause für sich: Erst in Riga, später irrt er durch Frankreich, Belgien und die Schweiz, wird erneut nach Lettland deportiert. Bei seinem letzten, illegalen Besuch in Hamburg, im Januar 2010, nimmt Wadim sich das Leben. Er ist 23 Jahre alt.

Der 90-minütige Dokumentarfilm ‚WADIM‘ setzt das Mosaik eines kurzen Lebens zusammen, das für 87.000 andere Menschen steht, die heute mit einer Duldung in Deutschland leben. Über Fotos und Videos aus dem Familienbesitz sowie über Interviews mit Wadims Eltern, Freunden, seiner Jugendliebe und anderen Zeitzeugen zeigt er, wie Wadims Familie zerbricht und sich der Junge verändert: Von einem fröhlichen Kind, das ein Gymnasium besucht und Fagott spielt, hin zu einem Getriebenen, der sein Zuhause verliert, in einem lettischen Obdachlosenheim landet und am Ende den eigenen Sorgen und Ängsten nicht mehr standhält.

Der Film zeigt eindringlich, wie Menschen kämpfen müssen, um in diesem Land einen Platz für sich zu finden. Ein halbes Jahr lang begleiten die Autoren Wadims Eltern, die in teils beklemmender Offenheit von ihren Hoffnungen, Träumen und ihrem Scheitern berichten. Dabei hinterfragt der Dokumentarfilm ‚WADIM‘ auch das starre Gerüst von Aufenthaltsrecht und Bürokratie, in dem der Einzelne nichts zählt. Er stößt beim Zuschauer Gedanken an, die angesichts der Integrationsdebatte in Deutschland hochaktuell sind: Wo gehört ein Mensch hin? Was ist Heimat? Und darf man sie jemandem per Gesetz wegnehmen?

Wann: 16.03.2017 19:00 Uhr
Wo: Druckluft Oberhausen

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Oberhausen ist Antifa Area! http://antifaob.blogsport.de/2017/02/01/oberhausen-ist-und-bleibt-antifa-area/ http://antifaob.blogsport.de/2017/02/01/oberhausen-ist-und-bleibt-antifa-area/#comments Wed, 01 Feb 2017 09:45:23 +0000 Administrator Allgemein http://antifaob.blogsport.de/2017/02/01/oberhausen-ist-und-bleibt-antifa-area/ Fronttranspi

Am Sonntag dem 29. Januar haben wir mit dem Bündnis „Nationalismus ist keine Alternative“ (NIKA-NRW) einen unübersehbaren und lautstark-kämpferischen Protest gegen den AfD-Landesparteitag aufgebracht. Mit einer großen und entschlossenen antirassistischen Großdemonstration, an welcher zwischenzeitlich bis zu 1500 Personen teilnahmen, wurde die AfD als Partei des Hasses und der Menschenverachtung benannt und ihr Tagungsort – die Luise-Albertz-Halle – als Tatort geistiger Brandstiftung markiert.

AfD – Rückschritt nach Rechts

Über den gesamten Tag hinweg wurde die AfD deutlich als das verortet, was sie ist: Eine „propagandistische und organisatorische Plattform für neu-rechte, rechtskonservative und extrem rechte Personen und Strömungen von Pegida, über universitär rechts-intellektuelle Zirkel bis zur NPD“, wie es im NIKA-Aufruf heißt, welcher zur ersten Zwischenkundgebung am Oberhausener Hauptbahnhof verlesen wurde.

Immer wieder wurde mittels zahlreicher Redebeiträge darauf verwiesen, dass die AfD menschenverachtende Positionen vertritt und verbreitet. Da die AfD ein „Familien- Abstammungs- und Gesellschaftsbild [vertritt], welches den weißen heterosexuellen Mann als Vorsteher der christlichen, deutschen Kernfamilie und „Bewahrer“ der „deutschen Identität“ weiterhin umfassend privilegieren will.“ stehen im Fadenkreuz des Angriffes demnach vor allem Gruppen, welche bereits stark von (struktureller) Diskriminierung betroffen sind: „nicht-weiße Bürger*innen, Muslime, Frauen, Schwule, Lesben und Trans* (LGBTQ), Geflüchtete, Geringverdienende, Arbeitslose sowie Linke und andere Kritiker*innen.“

Globalüberblick des Protestes

Bereits im Vorfeld des Landesparteitages waren im Oberhausener Stadtbild sowie in zahlreichen umliegenden Städten vermehrt öffentlichkeitswirksame Mobilisierungsmaterialien, wie Kampagnenplakate, Aufkleber und Graffiti im Umkreis des Hauptbahnhofes und an der Luise-Albertz-Halle, zu sehen. Hinzu kamen einige Mobiaktionen im gesamten Ruhrgebiet. So wurde an der Fassade des Tagungszentrums etwa mit der Sprühparole „AFD FUCK OFF“ deutlich gemacht, dass die AfD in Oberhausen unerwünscht ist, Rassismus nicht unwidersprochen bleibt und geistige Brandstifter*innen mit Widerstand zu rechnen haben.

Schon in den frühen Morgenstunden, während der Einlasszeiten zum AfD-Parteitag, war das bürgerlich-antifaschistische Bündnis „Runder Tischer“ vor Ort mit einer Protest-Kundgebung vertreten. Außerdem haben die Freund*innen von Düsseldorf-stellt-sich-quer (DSSQ) zusammen mit anderen antifaschistischen Gruppen eine Straßenblockade eingerichtet, welche die Anreise der AfD‘ler*innen störte.

Schließlich wurde mit einer der größten Demonstrationen, die Oberhausen in den letzten Jahrzehnten erlebte, NRW-weit der öffentliche Raum erfolgreich mit Kritik an den Positionen der AfD besetzt. Somit ergab sich ein aktionsreicher Tag, welcher vor allem zwei Dinge zeigt: Die AfD wird, nun wo sie den Landtags-Wahlkampf aufgenommen hat, in Nordrhein-Westfalen auch weiterhin mit breit angelegtem Protest rechnen müssen und NIKA-NRW hat einmal mehr zeigen können, dass die Kampagne in der Lage ist situationsgerecht, konsequent und getragen von der Vernetzungs- und Unterstützungsstärke zahlreicher links-emanzipatorischer Gruppen, auf die Umtriebe der AfD zu reagieren.

„Wenn wir gegen die AfD auf die Straße gehen“ hieß es abschließend in einer Rede der Duisburger Gruppe „Crème Critique“ „geht es uns um mehr als nur um Wählerstimmen und Prozente. Es geht uns um einen Kampf gegen die deutschen Normalzustände als solche. Es ist der Kampf für eine befreite Gesellschaft ohne Menschenfeindlichkeit.“

Übliche Nebenwirkungen und Störversuche

Während der Demonstration kam es zu diversen Provokationen von Seiten rassistischer und extrem rechter Kräfte sowie der Polizei. Es wurden unter anderem Hitlergrüße gezeigt. Zu ernst zu nehmenden Übergriffen kam es jedoch erst zum Ende der Demonstration am Rathaus Oberhausen sowie bei der Abreise am Hauptbahnhof. Während der letzten Zwischenkundgebung am Rathaus gelang es einer kleinen Gruppe Nazis um Patrick Flach (Düsseldorf) und Mario Carboni (Oberhausen) den Demonstrationszug zu erreichen und am Rande stehende Demonstrationsteilnehmende anzugreifen. Statt den Naziübergriff zu beenden schritt die eingesetzte Hundertschaftspolizei jedoch zunächst gegen zwei auf Gehhilfen angewiesene Demonstrant*innen ein und brachte diese gewaltsam zu Boden. Die betreffenden Nazis konnten weiter provozieren, unbehelligt den Rathausvorplatz verlassen, politisch motivierte Sachbeschädigungen im angrenzenden Park begehen und schließlich – zusammen mit weiteren Nazis – am Hauptbahnhof erneut abreisende Antifaschist*innen bepöbeln. Ebenfalls nach Demonstrationsende bedrohte ein Nazi eine Gruppe Antifaschist*innen mit Schlagring und Messer. Der Nazi wurde festgenommen.
Darüber hinaus gab es vormittags im Dortmunder Hauptbahnhof einen Nazi-Angriff auf nach Oberhausen anreisende Antifaschist*innen. Die Nazis aus dem Die Rechte-Spektrum hatten sich dort gesammelt um gezielt den Dortmunder Anreisetreffpunkt anzugreifen. Ihr Vorhaben konnte jedoch abgewehrt und die Nazis abgedrängt werden.
Es kam insgesamt zu drei Ingewahrsamnahmen von Demonstrationsteilnehmenden und zu polizeilichen Übergriffen auf abreisende Kleingruppen auf dem Weg zum Hauptbahnhof.

Es geht weiter

Noch in der ersten Hälfte dieses Jahres wird es den nächsten Großprotest gegen die AfD geben: Am 22./23. April findet in Köln der AfD-Bundesparteitag statt. Die NIKA-Vorbereitungen dafür sind bereits im vollen Gange. Wir wollen auch in Zukunft der AfD mit einem kraftvollen Protest begegnen, wo auch immer sie sich zu inszenieren versucht: Auf der Straße, im Stadtrat oder im gesellschaftlichen Diskurs. Daher rufen wir dazu auf, sich auch in Köln dem Protest anzuschließen und sich an den geplanten Blockaden und dezentralen Aktionstagen zu beteiligen.

Den Rechtsruck stoppen und der AfD die Stimme nehmen!
Nationalismus ist keine Alternative!

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