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Gegen den Landesparteitag der „AfD“ in Oberhausen

Die Debatte darum, wie die Auseinandersetzung mit der AfD zu führen sei, ist in Parteien sowie in der Gesellschaft in vollem Gange. Der
Umstand, dass hier eine nicht-neonazistische Partei offen völkisch-rassistische Positionen bezieht, erschwert vielen die Einordnung und inhaltliche Auseinandersetzung. Zur Vorbereitung der Landtagswahlen in Nordrhein Westfalen, hält die „Alternative für Deutschland“ (AfD) am Sonntag den 29.01.2017 den 13. Landesparteitag in Oberhausen ab.

Dieser Landesparteitag soll in der ehemaligen Stadthalle stattfinden, welche nach Luise Albertz, der ersten Oberbürgermeisterin
Oberhausens nach dem 2. Weltkrieg, benannt war und deren Vater im NS-Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet wurde.

Der Einlass der rechtspopulistischen Veranstaltung beginnt am
Sonntag morgen um 8:00 Uhr, die Eröffnung des Parteitags ist für 10:00 Uhr geplant.

Wir werden am Sonntag, den 29.01. ein klares Zeichen setzen.
Achtet auf noch folgende Ankündigungen.

Für ein solidarisches und weltoffenes Oberhausen!
Nationalismus ist keine Alternative

„Wie Lämmer zur Schlachtbank“? Jüdischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus


„Sie haben sich wie Lämmer zur Schlachtbank treiben lassen!“: So oder ähnlich konnte man es an deutschen Stammtischen viele Jahrzehnte lang hören. Eine perfide These, die insbesondere den jüdischen Opfern der NS-Vernichtungsmaschinerie Passivität angesichts des Todes, wenn nicht sogar eine Mitschuld an ihrem Schicksal unterstellt. Dies ist nicht nur ein übles Ressentiment, sondern geht auch weit an der historischen Wahrheit vorbei. Denn überall, wo es irgendwie möglich war, haben sich jüdische Menschen gegen den NS-Terror gewehrt.

Die Veranstaltung am Vorabend des 72. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee bietet einen Überblick über den jüdischen Widerstand: Von mutigen Einzelkämpfer_innen, organisierten iderstandsgruppen, kompletten Militäreinheiten und Partisan_innenverbänden bis hin zu Aufständen in Konzentrations- und Vernichtungslagern wird die Bandbreite des jüdischen Antifaschismus vorgestellt. Zudem wird die Frage erörtert, was eigentlich Widerstand während des NS-Regimes bedeutete und welche realen Spielräume für Nazi-Gegner_innen vorhanden waren.

Der Referent Michael Fehrin ist Autor, Journalist und Fremdenführer und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Fragen rund um die NS-Barbarei.

Wann: Donnerstag 26. Januar 19:00 Uhr
Wo: Druckluft Oberhausen
Die Vortragsveranstaltung ist wie immer kostenlos.
Es wird allerdings eine Spendendose geben um Teile der Kosten zu decken.

Soli-Party: Krempel und Gedröns

FlyerK&G
Ein paar unserer Freunde veranstalten am Freitag eine Soli-Party!
Wann: Freitag 16.12.2016 23:00 Uhr
Wo: Druckluft Oberhausen
FB Link: https://www.facebook.com/events/544362475761158

Seit Jahren wird das Ruhrgebiet von Technopartys überflutet. Diese gibt es in allen möglichen Varianten: klein und groß, bunt und grau, Mainstream und Untergrund. Die meisten Varianten bieten uns eine Flucht aus dem Alltag und sind gerade hier bei uns ein Anlaufpunkt für die Szene. Wer jedoch mal die Tanzflächen solcher Partys besucht hat dem fällt schnell auf, dass dort eher gearbeitet als gefeiert wird. Dem wollen wir mit springen, tanzen, hüpfen, ausrasten und allem Drum und Dran entgegen wirken und euch die nötige Abwechslung bieten.

Deshalb starten wir die erste Happy Hardcore/ UK Hardcore Partyreihe im Druckluft.

Als kleinen Ausgleich wird es im alten Cafe ein wenig Abwechslung mit Trash, Earlytrance und Hands-Up geben damit die Menschen die sich mit der Musik noch nicht so angefreundet haben auch auf Ihre Kosten kommen. Werdet Happy und kommt vorbei denn es gibt richtig was auf die Ohren.
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TRASH/TRANCEFLOOR
Bonnie & Clit

HAPPYFLOOR
Miniyme
Zille
V-anity
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In den letzten Jahren versuchen die Repressionsbehörden immer wieder antifaschistischen Protest zu kriminalisieren. Als Beispiel dafür sind in letzter Zeit vorallem Proteste gegen eine Pro NRW Veranstaltung am 1. Mai 2015 in Oberhausen und die Gegenaktivitäten zum Naziaufmarsch am 1. Mai 2016 in Bochum zu nennen. Um politische Arbeit weiter zu fördern, statt sie von Repression ersticken zu lassen, möchten wir mit euch auf der Krempel und Gedröns feiern, bei der ein guter Zweck mit Musik gepaart wird. Also erscheint in Massen, schwingt das solidarische Tanzbein und fördert damit zwingend notwendige Arbeit gegen den leider täglichen rassistischen Kackscheiss.

Die Grauzone – Rechte Lebenswelten in Punk, OI und Deutschrock

Subkulturelle Farbenlehre: Die Grauzone – Rechte Lebenswelten in Punk, OI und Deutschrock

Vortrag am 14.12.2016 – 19:00 Uhr im Druckluft Oberhausen
Referent: Michael Weiss (Berlin)

„Gegen Nazis” sind viele, die sich in Subkulturen oder in der Populärkultur bewegen – Frei.Wild-AnhängerInnen und auch OI-Fans, die die Politik sowieso ablehnen. Doch jenseits der White-Power-Rockmusik etablieren sich rechte Lebenswelten, für die die Kategorie “Nazis” genau so wenig zutrifft wie das Label “unpolitisch”. Sie sind irgendwo dazwischen, in der sogenannten Grauzone. Diese Grauzone reicht weit hinein in “alternative” Szenen und bedeutet einen zunehmenden Raumverlust für emanzipatorische Ideen. Die Veranstaltung wird den folgenden Fragen nachgehen: Wo beginnt die „Grauzone“, wo hört sie auf?
Wieso erlebt sie heute Dynamik? Und was sind eigentlich “rechte Lebenswelten”? Entsprechende Strömungen in Punk und OI werden ebenso Thema sein wie die Popkultur von Böhse Onkelz und Frei.Wild. Zum einen wird anhand von Beispielen aufgezeigt, wie eng manch „unpolitische“ KünstlerInnen mit extrem rechten Milieus verwoben sind. Zum anderen gibt es unappetitliche Einblicke in reaktionäre Männerwelten, spießbürgerliche Rebellionsfantasien und in Wertebilder, die auf Ballermann-Partys besser aufgehoben wären als in alternativ codierten Szenen.

In Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland

…not Again 3.0

Erneut wird der Nazi-Zusammenschluss „Bürger gegen Politikwahnsinn“ in Oberhausen, diesmal in Sterkrade, morgen am 24.11. ab 19:00 Uhr eine Kundgebung veranstalten. Zum dritten Mal will dieser Haufen aus Pegida-Aktivist*innen und unterschiedlichen berüchtigten Gruppen wie NPD, HoGeSA, Pro NRW ihre nationalistische und rassistische Propaganda verbreiten. Laut Ankündigungen soll es dieses Mal auch musikalische Untermalung von Seiten der Nazis geben.

Wir rufen dazu auf, sich der antifaschistischen Domonstration anzuschließen.

Die Nazi-Kundgebung ist für 19:00 auf dem Arnold – Rademacher – Platz vor dem Sterkrader Bahnhof angekündigt. Die Gegenkundgebung findet ebenfalls auf dem Arnold – Rademacher – Platz in Sterkrade statt. Treffpunkt ist um 18:30 Uhr am 24.11.2016 vor Ort.

Bildet Gruppen und passt sowohl auf der Anreise als auch auf der Abreise auf euch und eure Genoss*innen auf.