„Wie Lämmer zur Schlachtbank“? Jüdischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus


„Sie haben sich wie Lämmer zur Schlachtbank treiben lassen!“: So oder ähnlich konnte man es an deutschen Stammtischen viele Jahrzehnte lang hören. Eine perfide These, die insbesondere den jüdischen Opfern der NS-Vernichtungsmaschinerie Passivität angesichts des Todes, wenn nicht sogar eine Mitschuld an ihrem Schicksal unterstellt. Dies ist nicht nur ein übles Ressentiment, sondern geht auch weit an der historischen Wahrheit vorbei. Denn überall, wo es irgendwie möglich war, haben sich jüdische Menschen gegen den NS-Terror gewehrt.

Die Veranstaltung am Vorabend des 72. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee bietet einen Überblick über den jüdischen Widerstand: Von mutigen Einzelkämpfer_innen, organisierten iderstandsgruppen, kompletten Militäreinheiten und Partisan_innenverbänden bis hin zu Aufständen in Konzentrations- und Vernichtungslagern wird die Bandbreite des jüdischen Antifaschismus vorgestellt. Zudem wird die Frage erörtert, was eigentlich Widerstand während des NS-Regimes bedeutete und welche realen Spielräume für Nazi-Gegner_innen vorhanden waren.

Der Referent Michael Fehrin ist Autor, Journalist und Fremdenführer und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Fragen rund um die NS-Barbarei.

Wann: Donnerstag 26. Januar 19:00 Uhr
Wo: Druckluft Oberhausen
Die Vortragsveranstaltung ist wie immer kostenlos.
Es wird allerdings eine Spendendose geben um Teile der Kosten zu decken.