Archiv für Juli 2016

Soliparty: Diraction – 13.08.

Seit Jahren versuchen Repressionsbehörden immer wieder antifaschistischen Protest zu kriminalisieren. So auch bei Protesten gegen eine Pro NRW Veranstaltung am 1.Mai.2015 in Oberhausen. Im Nachgang an diese Veranstaltung wurden Antifaschist*innen mit hohen Geldstrafen überzogen. Wir zeigen uns ganz klar solidarisch mit den Betroffenen!

Solidarität ist noch immer einer der besten Gründe, das hart verdiente Geld unter die Leute zu bringen, denn zusammen lassen wir uns nicht unterkriegen. Schluss mit der Kriminalisierung antifaschistischer Proteste und antifaschistischem Widerstand! Um politische Arbeit weiter zu fördern, statt sie von Repression ersticken zu lassen, möchten wir mit euch die Diraction Soli Party feiern, bei der ein guter Zweck mit schöner Musik gepaart wird. Lasst uns die Sorgen des Alltags vergessen und gemeinsam eine gute Zeit verbringen.

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Trash & Pop (Neues Cafe)

Muri und du [Stadkinder / Stay, don‘t go]
Mightymuffs [Stay, don‘t go]
David Güter [Trash Dance Terror]

Techno (Halle)

Neele Charon [Stadkinder / Flabbergasted Festival]
Roberto Manotto [Huldra rec. / Norwegen]
Wandelbar [Stadtkinder / Stay, don‘t go]
Arne Schattenberg [Stadtkinder / Come Closer]

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Am 12.08.2016 um 23:00
Im Druckluft (Am Förderturm 27, 46049 Oberhausen)

Solidarität mit der R94

Schon seit mittlerweile mehr als einem Monat, befinden sich zahlreiche staatliche Gewalttäter*innen in der Rigaer Straße 94 und stören das Projekt.
Bundesweit finden Solidaritätsaktionen statt. Auch in Oberhausen waren unbekannte Unterstützer*innen unterwegs.

Sowohl rund um das Arbeitsamt, als auch um den Hauptbahnhof fielen Parolen wie „Love R94″ und „Hate Cops“ auf.

Solidarität mit der R94 und allen von Repression und Bullengewalt betroffenen Genoss*innen. R94 bleibt!

In eigener Sache: Antifa ist mehr!

Eine gemeinsame Erklärung der Antifaschistischen Aktion Bochum, Antifa Essen Z, Antifa Oberhausen und Crème Critique (Duisburg)

In den vergangenen Monaten sind sowohl am 01.05. als auch am 04.06. erfreulicherweise bis zu 200 Antifas aus dem westlichen Ruhrgebiet zusammen mit uns nach Bochum bzw. Dortmund gefahren, um die dortigen Naziaufmärsche zu verhindern. Leider, aufgrund der Polizeitaktik, relativ erfolglos. Wir haben als Antifa-Gruppen, die die gemeinsame Anreise organisiert haben, vor allem den ereignisreichen Tag in Dortmund kritisch reflektiert und wollen nun unsere Erkenntnisse und Wünsche mit euch teilen, um zukünftige Protestaktionen zielführender zu gestalten.

„Naziaufmärsche verhindern“ – Für uns nicht nur eine Floskel

Wenn ein Naziaufmarsch ansteht und wir zu Gegenaktivitäten aufrufen, ist es unser Ziel, diesen zu verhindern oder zumindest so viel wie möglich zu sabotieren und zu behindern. Von symbolischem Protest an der Route und „Bratwurst essen gegen Rechts“ halten wir wenig, wenn Nazis ihre menschenverachtende Ideologie als Propaganda auf die Straße tragen.

Selbstverständlich versuchen wir alle mitreisenden Antifaschist*innen nicht in unangenehme und strafrechtlich relevante Situation zu bringen. Allerdings können wir solche Situationen auch nicht ausschließen, wenn wir versuchen, einen Naziaufmarsch z.B. durch Sitzblockaden zu verhindern.

Wenn es zu solchen Blockaden oder anderen potentiell brenzligen Situationen mit der Polizei kommt, wünschen wir uns ein solidarisches Verhalten innerhalb der Gruppe. Das heißt, wir bleiben zusammen und lassen nicht die vorderen Reihen, die sich am nächsten an der Polizei befinden, alleine. Wir erwarten von den mitfahrenden Personen, dass sie sich bereits im Vorfeld darüber im Klaren sind, wie weit sie gehen möchten und sich auf den Tag vorbereitet haben. Wir fordern keine Selbstverpflichtung, immer bis zum Äußersten zu gehen, sich von der Polizei einkassieren zu lassen oder auch “für die Sache” grundsätzlich Strafanzeigen in Kauf nehmen zu müssen. Eine grundsätzliche Bereitschaft, eine Sitzblockade bis zum Ende durchzuhalten und sich nicht von der Polizei einschüchtern zu lassen, ist für uns aber schon notwendig, um ernsthaft dem Ziel, den Nazis den Tag zu versauen, näher zu kommen.

Die Cops sind nicht unsere Freunde

Die Polizei versucht, mit all ihren Mitteln antifaschistischen Gegenprotest an der Nähe der Nazi-Route zu verhindern. Neben ihrem gewaltbereiten Auftreten schaffen sie dies vor allem durch die Einschüchterung von Antifaschist*innen, indem sie repressive Maßnahmen durchführen. Wir versuchen uns aber davon so wenig wie möglich in unserem Handeln einschränken zu lassen. Bei Sitzblockaden handelt es sich in den allermeisten Fällen um eine Ordnungswidrigkeit des zivilen Ungehorsams, vergleichbar mit dem Anbringen von Aufklebern, und nicht um eine Straftat – auch wenn die Polizei dies gerne mal behauptet. Es gibt deshalb keinen Grund, schon bei der ersten Räumungsandrohung der Polizei in Panik zu verfallen. Stattdessen solltet Ihr in Ruhe die Durchsagen und Hinweise der Finger-Orga abwarten. Bitte achtet außerdem darauf, euch in Gegenwart von Polizist*innen möglichst unauffällig zu verhalten und die Gespräche mit euren Freund*innen nur leise zu führen. Die Polizei muss nicht wissen, was wir uns zu sagen haben. Das geht sie erstens nichts an und gefährdet zweitens unsere Strukturen.

Wir lassen niemanden alleine

Hat unser Plan mal nicht funktioniert und finden wir uns in einem Polizeikessel oder der Gefangenensammelstelle (GeSa) wieder, ist auch dies kein Grund die Ruhe zu verlieren. Beachtet die Tipps der Roten Hilfe und meldet euch nach eurer Freilassung bei eurer lokalen Roten Hilfe und/oder Antifa-Struktur. Dann schauen wir gemeinsam, wie wir mit der Repression umgehen, Geld sammeln können und welchen anwaltliche Hilfe wir nehmen. So wie es aktuell auch nach dem Kessel in Bochum am 01.05. passiert.

In diesem Sinne: Antifa ist mehr – „Naziaufmärsche verhindern“ nicht zur Floskel werden lassen!

Film: Istanbul United – 15.07.2016

Seit Jahren sind die Ultra-Fans der drei wichtigsten Fußballclubs in Istanbul (Galatasaray, Fenerbahçe und Beşiktaş) weltweit bekannt für die bedingungslose Unterstützung ihrer Teams. Ihre gegenseitige Rivalität endet häufig in extrem gewalttätigen Auseinandersetzungen mit zahlreichen Verletzungen und sogar Todesfällen.

Doch im Sommer 2013 geschieht etwas Außergewöhnliches: während der Proteste und Zusammenstöße gegen die türkische Regierung und Premierminister Erdogan im Gezi-Park vereinen sich die konkurrierenden Fanclubs zum ersten Mal für eine gemeinsame Sache.
Menschen, die berüchtigt sind für ihren Hass, stehen nun Seite an Seite und kämpfen unter dem Namen »Istanbul United« gegen das herrschende System in der Türkei.

Eintritt auf Spendenbasis nach eigenem Ermessen und eigenen Möglichkeiten.

Der Film wird am 15. Juli um 19:30 in Veranstaltungshalle im Druckluft gezeigt.

Hier gehts zum Trailer.